GEOTECHNIK
BRAUNSCHWEIG

Geotechnik in Braunschweig

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Ein Neubau im Östlichen Ringgebiet. Der Aushub beginnt. Plötzlich steht Wasser in der Grube. Der anstehende Boden ist viel weicher als angenommen. Ein klassisches Bild in Braunschweig, wo quartäre Lockergesteine und Auelehme die Baugrundverhältnisse prägen. Die Ursache liegt fast immer im Verzicht auf eine belastbare bodenmechanische Untersuchung. Wer im Vorfeld in belastbare Laborwerte investiert, vermeidet Stillstände, Nachtragsforderungen und teure Umplanungen. Unser Labor führt die bodenmechanische Untersuchung nach DIN EN ISO 17892 durch. Keine Probenahme ohne Kontext. Jede bodenmechanische Untersuchung liefert Kennwerte, die wirklich zur lokalen Geologie der rund 250.000-Einwohner-Stadt passen.

Scherfestigkeit und Steifemodul sind für den Tragwerksplaner das, was der Blutdruck für den Mediziner ist – unverzichtbare Indikatoren für den Zustand des Patienten Baugrund.
Geotechnik in Braunschweig
Technische Referenz — Braunschweig

Unsere Leistungsbereiche

Lokale Geologie

Die Probengewinnung erfolgt mit dem Doppelkernrohr, das den sensiblen Lösslehm im Westen Braunschweigs nahezu ungestört ins Labor bringt. Bei rolligen Böden setzen wir auf die Rammkernsonde. Die weitere Aufbereitung im Labor ist streng genormt. Ein Triaxialversuch liefert den wirksamen Reibungswinkel und die Kohäsion – zwei Werte, die über die Dimensionierung einer Flachgründung oder die Tiefe eines Verbaus entscheiden. Die bodenmechanische Untersuchung umfasst zudem die Bestimmung von Steifemodul und Zusammendrückungsbeiwert. Diese Parameter sind essenziell, um Setzungen realistisch zu berechnen und Schäden am aufgehenden Bauwerk zu verhindern.

Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 17892 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Laborversuche an Bodenproben), DIN EN ISO 22475-1 (Probenentnahme und Grundwassermessungen), DIN 18127 (Proctorversuch), DIN 4020 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke)

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Warum uns wählen

Ein typischer Fehler in Braunschweig ist die Verwendung veralteter Tabellenwerte aus den 1970er-Jahren. Diese Werte ignorieren oft die ausgeprägte Heterogenität der quartären Ablagerungen. Im Bereich der Okerauen wechseln sich Torflinsen und sandige Schluffe auf engstem Raum ab. Eine einzige fehlerhafte Annahme für den Steifemodul führt zu ungleichmäßigen Setzungen und Rissen im Mauerwerk. Noch kritischer wird es bei der Scherfestigkeit: Wird die Kohäsion überschätzt, steht die Standsicherheit einer Baugrubenböschung auf dem Spiel. Eine bodenmechanische Untersuchung eliminiert diese Risikofaktoren. Sie wandelt geologische Unbekannte in berechenbare Größen um und schafft damit die Haftungsgrundlage für den planenden Ingenieur.

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
ProbenentnahmeRammkernsonde, Doppelkernrohr nach DIN EN ISO 22475-1
WassergehaltOfentrocknung nach DIN EN ISO 17892-1
KorndichteKapillarpyknometer-Verfahren
KonsistenzgrenzenFließ- und Ausrollgrenze nach DIN EN ISO 17892-12
KörnungslinieSieb- und Schlämmanalyse nach DIN EN ISO 17892-4
ScherfestigkeitRahmenscherversuch oder Triaxialversuch (CU/CD)
KompressionsverhaltenÖdometerversuch nach DIN EN ISO 17892-5
ProctordichteEinfach-/Mehrfachversuch nach DIN 18127

Häufige Fragen

Wie viele Proben sind für eine bodenmechanische Untersuchung notwendig?

Die Probenanzahl richtet sich nach der Homogenität des Baugrunds und der Bauwerksklasse. In Braunschweig sind es oft gestörte Proben im Abstand von 1 bis 2 Metern und zusätzlich ungestörte Sonderproben in relevanten Tiefen. Ein typisches Einfamilienhausprojekt kommt mit 4 bis 6 Proben aus. Hochbauten benötigen ein dichteres Raster.

Welcher Unterschied besteht zwischen gestörter und ungestörter Probe?

Eine gestörte Probe dient der Bodenklassifikation. Sie wird mit der Schaufel oder dem Spaten entnommen. Die ungestörte Probe wird mit einem Spezialstecher gewonnen und bewahrt das natürliche Gefüge. Nur sie erlaubt die Bestimmung von Scherfestigkeit und Steifemodul, den kritischen Parametern für Setzungsberechnungen.

Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung für ein Einfamilienhaus?

Für ein Standardprogramm mit Klassifikation, Konsistenzgrenzen und einfachen Festigkeitsversuchen bewegen sich die Kosten in Braunschweig zwischen €3.050 und €4.980. Entscheidend sind der Probenumfang und die Notwendigkeit von Ödometerversuchen.

Wie lange dauert die Auswertung der Laborproben?

Die Klassifikationsversuche liegen oft nach 3 bis 5 Werktagen vor. Zeitkritisch sind die Kompressions- und Scherversuche, da sie eine vollständige Wassersättigung und definierte Konsolidierungsphasen erfordern. Hier beträgt die Dauer 2 bis 3 Wochen. Ein Vorab-Bericht mit den wichtigsten Kennwerten ist nach einer Woche möglich.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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