Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.
MEHR ERFAHRENDie Straßenbaugeotechnik bildet das Fundament jeder leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur in Braunschweig und umfasst sämtliche erdbautechnischen und bodenmechanischen Fragestellungen bei Planung, Bau und Erhaltung von Straßen. Von der Untersuchung des Baugrunds über die Standsicherheit von Dämmen und Einschnitten bis hin zur Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus – dieser Fachbereich verbindet geotechnische Expertise mit straßenbauspezifischen Anforderungen. In einer wachsenden Stadt wie Braunschweig, in der sowohl innerstädtische Hauptverkehrsachsen als auch Autobahnzubringer wie die A2 und A39 kontinuierlich ertüchtigt werden müssen, entscheidet die Qualität der geotechnischen Bearbeitung maßgeblich über Nutzungsdauer, Verkehrssicherheit und Wirtschaftlichkeit eines Straßenbauwerks.
Die regionale Geologie stellt Planer in Braunschweig vor besondere Herausforderungen. Das Stadtgebiet liegt im Übergangsbereich zwischen der Lössbörde im Süden und der sandig-kiesigen Allerniederung im Norden. Während im südlichen Stadtgebiet und entlang des Geestrückens tragfähige, aber erosionsanfällige Lösslehme und Geschiebemergel anstehen, dominieren im nördlichen Bereich und in Flussnähe gering tragfähige Auelehme und organische Weichschichten mit zum Teil hohen Grundwasserständen. Diese kleinräumig wechselnden Baugrundverhältnisse erfordern eine differenzierte geotechnische Erkundung und eine an die lokalen Bedingungen angepasste Bemessung des Straßenoberbaus. Insbesondere die Frostempfindlichkeit der anstehenden Böden nach ZTV E-StB muss hier sorgfältig bewertet werden, um spätere Frosthebungen und Tragfähigkeitsverluste sicher auszuschließen.

Die Planung und Ausführung richtet sich in Deutschland nach einem komplexen, aber bewährten technischen Regelwerk. Zentral sind die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau (ZTV E-StB) sowie die Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO). Für die erdstatische Berechnung von Böschungen und Stützkonstruktionen ist die DIN 4084 maßgebend, während die DIN 18196 die Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke regelt. Ergänzend ist für die Beurteilung von Baustoffen und Recyclingmaterialien die Ersatzbaustoffverordnung (ErsatzbaustoffV) relevant, die auch in niedersächsischen Ausschreibungen konsequent umgesetzt wird. Die Bemessung flexibler Fahrbahnen folgt dabei dem Mehrmodell der RDO Asphalt, während die Bemessung starrer Fahrbahnen nach den RDO Beton erfolgt – beide Verfahren setzen eine belastbare geotechnische Eingangsparameterstudie voraus.
Das Anwendungsspektrum der Straßenbaugeotechnik in Braunschweig ist breit gefächert und reicht vom kommunalen Wirtschaftswegeausbau über die geotechnische Begleitung von Gewerbegebietserschließungen bis hin zu Großprojekten des Bundesfernstraßenbaus. Typische Projektanlässe sind die Herstellung von Dämmen auf wenig tragfähigem Untergrund, die Baugrundverbesserung mittels Bodenaustausch oder Tiefenverdichtung sowie die Untersuchung von Altdeponien und Altlastverdachtsflächen im Zuge von Trassenplanungen. Auch die fachgerechte Wiederverwertung von Ausbauasphalt und RC-Baustoffen in Tragschichten ist ein zentrales Thema der geotechnischen Beratung. Eine fundierte CBR-Studie für den Straßenentwurf liefert dabei die unverzichtbare Kennwertbasis für die rechnerische Dimensionierung und den wirtschaftlichen Schichtaufbau.
Die Straßenbaugeotechnik befasst sich mit der Erkundung, Bewertung und Verbesserung des Baugrunds für den Straßenbau. Sie umfasst Baugrunduntersuchungen nach DIN 4020, die Klassifikation von Böden nach DIN 18196, die Bewertung der Frostempfindlichkeit gemäß ZTV E-StB, die Standsicherheitsberechnung von Dämmen und Einschnitten sowie die Festlegung von Maßnahmen zur Baugrundverbesserung wie Bodenaustausch oder Tiefenverdichtung.
In Braunschweig treffen unterschiedliche geologische Formationen aufeinander, was zu kleinräumig stark wechselnden Baugrundverhältnissen führt. Besonders die gering tragfähigen Auelehme in der Allerniederung und die setzungsempfindlichen Lösslehme im Süden erfordern eine detaillierte Erkundung. Zudem müssen hohe Grundwasserstände und die Frostempfindlichkeit der anstehenden Böden bei der Dimensionierung des frostsicheren Oberbaus zwingend berücksichtigt werden.
Maßgebend sind die ZTV E-StB für Erdarbeiten, die RStO für den Oberbau sowie die DIN 4084 für Standsicherheitsnachweise. Ergänzend gelten die DIN EN 1997 für den geotechnischen Entwurf, die DIN 18196 für Bodenklassifikation und die ErsatzbaustoffV für die Verwertung mineralischer Abfälle. Für die Bemessung flexibler Fahrbahnen sind die RDO Asphalt, für starre Fahrbahnen die RDO Beton heranzuziehen.
Die Untersuchung beginnt mit einer geologischen Vorerkundung und der Festlegung des Erkundungsprogramms. Es folgen Feldarbeiten wie Rammkernbohrungen, schwere Rammsondierungen und Plattendruckversuche. Im Labor werden Korngrößenverteilung, Konsistenzgrenzen und der CBR-Wert bestimmt. Die Ergebnisse münden in ein Geotechnisches Gutachten mit Bodenkennwerten, Homogenbereichen und Empfehlungen zur Oberbaubemessung sowie zu Erdbauverfahren.
Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.