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CBR-Studie für den Straßenentwurf in Braunschweig – Tragfähigkeit des Untergrunds sicher bewerten

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Braunschweig steht auf einer mächtigen Lössschicht, die sich über die Jahrtausende im Windschatten des Harzes abgelagert hat. Was in der Theorie nach einem homogenen Baugrund klingt, erweist sich in der Praxis oft als tückisch – besonders wenn es um den Straßenbau geht. Die Tragfähigkeit dieser bindigen Böden schwankt mit dem Wasserhaushalt erheblich, und genau hier setzt die CBR-Studie für den Straßenentwurf an. Wir haben im östlichen Ringgebiet ebenso gemessen wie in den Auenlandschaften der Oker und wissen, dass der CBR-Wert in Braunschweig innerhalb weniger hundert Meter zwischen 3 und 12 Prozent pendeln kann. Für den planenden Ingenieur ist das der entscheidende Parameter, um die Dicke des frostsicheren Oberbaus festzulegen. Ergänzend zur Tragfähigkeitsbewertung ziehen wir bei grobkörnigen Tragschichten den Proctor-Versuch heran, um die erreichbare Verdichtung realistisch einzuschätzen.

Ein CBR-Wert unter 5 Prozent in der Lössregion Braunschweig bedeutet fast immer: Bodenaustausch oder Kalkstabilisierung – sonst hält die Fahrbahndecke keine zwei Winter.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Probenvorbereitung für den CBR-Versuch beginnt im Feld mit der Entnahme ungestörter Zylinderproben direkt aus dem Planum oder der Tragschicht. In unserem Labor in der Region verdichten wir das Material bei optimalem Wassergehalt – ermittelt über den modifizierten Proctorversuch – und lagern die Proben vor der Penetration vier Tage unter Wasser, um den ungünstigsten Fall einer Sättigung nach langanhaltenden Regenperioden zu simulieren. Der eigentliche Versuch läuft dann auf einer hydraulischen Presse mit einem Stempel von 19,35 cm² Querschnittsfläche und einer konstanten Vorschubgeschwindigkeit von 1,27 mm/min. Wir lesen die Kraft bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringung ab und setzen sie ins Verhältnis zu den Standardwerten von 13,2 kN beziehungsweise 20,0 kN. Bei stark bindigen Böden aus dem Braunschweiger Löss dehnen wir die Wasserlagerung gelegentlich auf sieben Tage aus, weil die kapillare Sättigung hier langsamer verläuft als bei Sanden oder Kiessanden.
CBR-Studie für den Straßenentwurf in Braunschweig – Tragfähigkeit des Untergrunds sicher bewerten
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Die quartären Lösslehme unter Braunschweig reagieren extrem empfindlich auf Wasser. Schon eine Erhöhung des Wassergehalts um zwei Prozentpunkte kann den CBR-Wert halbieren – ein Effekt, den wir bei Baustellen im Westlichen Ringgebiet mehrfach dokumentiert haben. Noch kritischer wird die Situation in den Niederungen der Schunter und der Wabe: Dort steht der Grundwasserspiegel saisonal weniger als 1,5 Meter unter Geländeoberkante, und die kapillare Nachsaugung führt zu einer dauerhaft hohen Sättigung der oberen Bodenschichten. Wer hier Straßen oder Parkplätze plant und die Tragfähigkeit nicht mit einem CBR-Versuch nachweist, riskiert Setzungen, die sich schon im ersten Jahr als Spurrinnen abzeichnen. Auch die Frostempfindlichkeitsklasse F3 der Lössböden macht eine ausreichende Dicke des frostsicheren Oberbaus unverzichtbar – und die bemisst sich direkt aus dem CBR-Wert. Im Umfeld alter Industriestandorte wie dem Stöckheimer Gewerbegebiet kommen zusätzlich Auffüllungen hinzu, deren Zusammensetzung oft undokumentiert ist und die wir vorab über Schürfgruben erkunden.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 13286-47:2012-04 (CBR-Prüfung), TP BF-StB Teil B 7.1 (CBR-Versuch im Straßenbau), RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), DIN 18196 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten im Straßenbau)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN 13286-47:2012-04
Prüftemperatur20 ± 2 °C (Labor)
Wasserlagerung4 Tage (7 Tage bei stark bindigen Böden)
Eindringgeschwindigkeit1,27 mm/min
Referenzkraft 2,5 mm13,2 kN
Referenzkraft 5,0 mm20,0 kN
ProbenvorbereitungProctorverdichtung bei optimalem Wassergehalt

Häufige Fragen

Was kostet eine CBR-Studie für den Straßenentwurf in Braunschweig?

Für eine CBR-Studie mit Probenahme vor Ort, Proctorversuch und drei CBR-Prüfungen liegen die Kosten in der Region Braunschweig zwischen €170 und €240, abhängig von der Anzahl der Prüfpunkte und der Entfernung zum Entnahmeort.

Ab wann ist ein CBR-Wert für den Straßenbau ausreichend?

Das hängt von der Belastungsklasse ab. Die RStO fordert für die Belastungsklasse Bk100 auf dem Planum einen Verformungsmodul Ev2 von mindestens 45 MN/m², was etwa einem CBR-Wert von 5 Prozent entspricht. Für untergeordnete Verkehrsflächen genügen oft 3 Prozent. Wir geben Ihnen eine belastungsklassenbezogene Bewertung mit auf den Weg.

Wie lange dauert eine CBR-Studie von der Probenahme bis zum Bericht?

Die reine Laborzeit beträgt wegen der viertägigen Wasserlagerung mindestens fünf Werktage. Mit Probenahme, Proctorversuch und Berichterstellung rechnen Sie in Braunschweig mit etwa sieben bis zehn Werktagen. Bei eiligen Projekten können wir die Probenahme vorziehen und den Laborablauf straffen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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