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Schürfgrube (Sondierbohrung) in Braunschweig: Geotechnische Aufschlüsse für Ihr Bauprojekt

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Ein klassischer Fehler in Braunschweig ist die Annahme, der Baugrund sei überall gleich tragfähig. Gerade in den Quartiers nahe der Oker, wo feinkörnige Auenlehme und Torflinsen in geringer Tiefe anstehen, führt eine unzureichende Erkundung fast zwangsläufig zu Setzungsrissen noch vor der Bauabnahme. In über 20 Jahren Projekterfahrung in der Region haben wir gelernt, dass eine gezielte Direktaufschließung mittels Schürfgrube oder Kleinbohrung die einzige Methode ist, um die Schichtenfolge visuell anzusprechen und gestörte Proben für die Laboranalyse zu gewinnen. Vom Sandlöwenviertel bis nach Riddagshausen variieren die quartären Ablagerungen auf kurze Distanz erheblich, sodass wir oft einen Rammkernsondierung (SPT) zur tiefenabhängigen Lagerungsdichte ergänzen, bevor der Statiker die Gründung dimensioniert.

In den quartären Oker-Ablagerungen Braunschweigs entscheiden oft wenige Zentimeter Torf oder Mudde über die Wahl des Gründungskonzepts.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Bodenverhältnisse im nördlichen Stadtgebiet bei Wenden unterscheiden sich grundlegend von denen in der Innenstadt. Während wir im Norden auf mächtige, gut tragfähige Schmelzwassersande der Saale-Kaltzeit treffen, bestimmen im Zentrum und im östlichen Ringgebiet die tonig-schluffigen Auelehme der Oker das Baugeschehen. Unsere Schürfgruben setzen wir in der Regel bis in eine Tiefe von 3,50 m ab, dokumentieren jede Schicht nach DIN 4023 und entnehmen gestörte Proben. An diesen Proben führen wir im hauseigenen Labor die Klassifikation nach DIN EN ISO 14688 durch, von der Ermittlung der Korngrößenverteilung bis zur Bestimmung der Zustandsgrenzen. Die visuelle Ansprache kombiniert mit der laborativen Nachbewertung liefert dem Tragwerksplaner genau die Kennwerte, die er für einen wirtschaftlichen und standsicheren Entwurf benötigt.
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Braunschweig: Geotechnische Aufschlüsse für Ihr Bauprojekt
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein Phänomen, das wir in Braunschweig immer wieder beobachten: Bauherren verlassen sich auf veraltete Baugrundkarten oder Nachbarprojekte und verzichten auf eigene Aufschlüsse. Dabei übersehen sie, dass die Oker in historischer Zeit mehrfach ihr Bett verlagert hat, sodass heute verlandete Altarme und Rinnen mit organischen Weichschichten das Untergrundbild prägen. Solche Linsen aus Torf oder Mudde findet man nur durch eine rasterförmig angelegte Erkundung. Werden diese gering tragfähigen Schichten unter einem Streifenfundament übersehen, treten differenzielle Setzungen auf, die oft erst nach zwei bis drei Wintern sichtbar werden, wenn die Frost-Tau-Wechsel die Spannungen im Mauerwerk endgültig lösen. Die Sanierungskosten übersteigen dann den Erkundungsaufwand um ein Vielfaches.

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Maßgebliche Normen

DIN EN 1997-2:2010-10 (Eurocode 7: Erkundung und Untersuchung), DIN 4021:1990-10 (Aufschlüsse durch Schürfe und Bohrungen), DIN 4023:2006-02 (Zeichnerische Darstellung von Bohrprofilen), DIN EN ISO 14688-1:2018-05 (Benennung und Beschreibung von Boden)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe Standardbis 3,50 m unter GOK
Bohrdurchmesser Kleinbohrung80 - 150 mm
Probenentnahmegestört, Schichtproben
DokumentationDIN 4023, grafisch und fotografisch
LaborversucheKorngröße, Glühverlust, Zustandsgrenzen
Normative BasisDIN EN 1997-2, DIN 4021
EinsatzbereichQuartäre Lockergesteine, Auenlehm

Häufige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube in Braunschweig?

Für eine Schürfgrube mit Dokumentation und Laboranalyse müssen Sie in Braunschweig mit Kosten zwischen €520 und €810 rechnen. Der Preis hängt von der Tiefe, den Bodenverhältnissen und dem Umfang der Laborversuche ab. Pauschalangebote ohne Vorbesichtigung sind unseriös.

Wie viele Aufschlüsse brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Die DIN 4020 empfiehlt für ein Einfamilienhaus mindestens drei direkte Aufschlüsse bis in eine Tiefe von 3,0 m bei Streifenfundamenten. Bei schwierigen Baugrundverhältnissen in der Oker-Aue erhöhen wir die Anzahl auf bis zu fünf Punkte, um die Variabilität der Schichten sicher zu erfassen.

Welche Bodenarten erwarten Sie in Braunschweig?

In Braunschweig dominieren quartäre Lockergesteine. Je nach Lage treffen wir auf Schmelzwassersande, Geschiebemergel, Lösslehm oder in der Oker-Niederung auf Auenlehm, Torf und Mudde. Die Tragfähigkeit variiert daher stark zwischen den Quartieren.

Reichen die Schürfgruben für die Gründungsbemessung aus?

Für die Bemessung von Flachgründungen in homogenen Sanden liefern Schürfgruben ausreichende Informationen. Stehen jedoch mächtige Weichschichten an oder ist eine Tiefgründung geplant, ergänzen wir die Direktaufschlüsse zwingend durch Drucksondierungen, um die undrainierte Scherfestigkeit zu bestimmen.

Wie lange dauern die Arbeiten vor Ort?

Die Ausführung von drei Schürfgruben und die Probenentnahme dauern in der Regel einen Arbeitstag. Die Laborversuche benötigen etwa fünf bis sieben Werktage, da die Zustandsgrenzen eine definierte Probenvorbereitung erfordern. Den abschließenden Bericht erhalten Sie innerhalb von zwei Wochen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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