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SPT in Braunschweig – Standard Penetration Test für belastbare Baugrunderkundung

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Zwischen den sandigen Böden im Nordosten und den Auelehmen der Oker im Westen zeigt sich der Baugrund in Braunschweig von zwei völlig verschiedenen Seiten. Wer im östlichen Stadtgebiet nahe der Bundesautobahn 2 baut, findet oft quartäre Sande und Kiese mit guter Tragfähigkeit, während in Oker-Nähe und Richtung Riddagshausen weiche, setzungsempfindliche Schichten dominieren. Genau hier setzt der SPT an: Der Standard Penetration Test liefert innerhalb eines Bohrfortschritts verlässliche Werte zur Lagerungsdichte und zum Eindringwiderstand. Eine fundierte Baugrundbeurteilung ohne dieses Verfahren ist in Braunschweig mit seinen 250.000 Einwohnern und einer aktiven Bauwirtschaft kaum denkbar. Wir kombinieren die SPT-Sondierung mit ergänzenden Laborversuchen wie der Korngrößenanalyse, um das mechanische Verhalten des anstehenden Bodens genau zu klassifizieren.

Die Schlagzahl N₃₀ aus dem SPT ist der direkteste Indikator für die Tragfähigkeit – ein Wert, auf den sich Statiker und Geotechniker in Braunschweig seit Jahrzehnten verlassen.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

In Braunschweig sehen unsere Techniker häufig, dass die oberflächennahen Schichten durch frühere industrielle Nutzung oder Kriegseinwirkungen gestört sind. Der SPT erfasst diese Inhomogenitäten zuverlässig: Das Gestänge mit der genormten SPT-Sonde wird in das Bohrloch eingebaut und mit einem 63,5 kg schweren Fallhammer bei 76 cm Fallhöhe angetrieben. Erfasst wird die Schlagzahl N₃₀ für jeweils 15 cm Eindringung über eine Gesamtstrecke von 45 cm. Diese Rohdaten erlauben direkte Rückschlüsse auf die Konsistenz bindiger Böden und die Lagerungsdichte nichtbindiger Böden. Für Projekte mit hohen Setzungsanforderungen empfehlen wir zusätzlich den CPT-Versuch, der ein kontinuierliches Widerstandsprofil liefert und die SPT-Ergebnisse ideal ergänzt, besonders in den Auebereichen entlang der Oker. Das Verfahren ist in der DIN EN ISO 22476-3:2012 genormt und weltweit als Referenz anerkannt.
SPT in Braunschweig – Standard Penetration Test für belastbare Baugrunderkundung
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Braunschweigs Wachstum im 19. und 20. Jahrhundert führte zu einer Ausdehnung in Gebiete, die geotechnisch nie für mehrgeschossige Bauten vorgesehen waren. Besonders in den ehemaligen sumpfigen Niederungen und entlang verfüllter Stadtgräben treffen Planer heute auf heterogene Auffüllungen und organische Weichschichten. Ohne belastbare SPT-Daten bleibt das Risiko unerkannter Setzungsnester hoch, was zu Schiefstellungen oder Rissen in Neubauten führen kann. Auch die Bewertung des Verflüssigungspotenzials bei Erdbeben – Braunschweig liegt in der Erdbebenzone 1 nach DIN EN 1998-1/NA – stützt sich auf die N₃₀-Werte. Wer in diesen kritischen Zonen auf den SPT verzichtet, akzeptiert ein kalkulatorisches Risiko, das später teuer korrigiert werden muss.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-3:2012, DIN 4020:2010, DIN EN 1997-1 (Eurocode 7), DIN EN 1998-1/NA (Erdbebenzone 1)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Fallgewicht63,5 kg
Fallhöhe76 cm
GestängeAW oder NW, je nach Tiefe
Sonden-TypStandard-SPT-Sonde nach ISO 22476-3
ProbennahmeGestörte Probe im SPT-Schuh
Erfasster KennwertN₃₀ (Schläge/30 cm)
VerfahrensnormDIN EN ISO 22476-3:2012
BerichtSchichtenverzeichnis mit N₃₀-Tiefenprofil

Häufige Fragen

Was kostet eine SPT-Bohrung in Braunschweig?

Die Kosten für eine SPT-Sondierung in Braunschweig liegen je nach Bohrtiefe und Anzahl der Sondierpunkte zwischen €450 und €680 pro Aufschluss. Der Endpreis hängt von der Zugänglichkeit des Geländes und dem erforderlichen Gestängedurchmesser ab. Für ein Angebot mit exakter Kalkulation nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Ab welcher Tiefe ist der SPT in Braunschweig sinnvoll?

Der SPT wird ab der Gründungssohle oder ab 1,0 bis 1,5 m unter Gelände ausgeführt. In Braunschweig hängt die Endtiefe stark vom Bauwerk ab, liegt aber typischerweise zwischen 6 und 20 Metern. Entscheidend ist, dass alle lastbeeinflussten Schichten durchörtert werden.

Wie viele SPT-Punkte brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Die DIN 4020 empfiehlt für ein freistehendes Einfamilienhaus mindestens zwei bis drei direkte Aufschlüsse mit SPT je nach Grundfläche und Baugrundhomogenität. Bei schwierigen Untergrundverhältnissen, wie sie in den Okerauen vorkommen, kann eine Verdichtung der Sondierpunkte sinnvoll sein.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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