In Braunschweig, auf etwa 75 Meter über NHN gelegen und mit über 250.000 Einwohnern, stoßen Bauvorhaben regelmäßig auf die weichen Auelehme der Oker und Schunter. 43 Prozent des Stadtgebiets sind laut Baugrundkarte von holozänen Sedimenten geprägt. Hier setzt die Bemessung von Schottersäulen an. Wir planen das Rüttelstopfverfahren so, dass selbst 8-geschossige Wohnbauten sicher auf den verdichteten Säulen stehen. Unsere Planung verknüpft Ergebnisse aus dem CPT-Versuch direkt mit dem Säulenraster, was eine punktgenaue Festlegung des Austauschverhältnisses erlaubt. Ergänzend ziehen wir die Korngrößenanalyse heran, um die Filterstabilität zwischen Schottermaterial und umgebendem Feinsand sicherzustellen – ein oft unterschätzter Faktor bei variablen Grundwasserständen.
Eine korrekt bemessene Schottersäule wandelt setzungsempfindlichen Auelehm in einen Verbundkörper, der die Lasten gleichmäßig in tiefere, tragfähige Schichten ableitet.
