Die Kategorie Korngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer) umfasst alle geotechnischen Laboruntersuchungen, die zur Bestimmung der physikalischen und mechanischen Eigenschaften von Böden und Gesteinen dienen. In Braunschweig ist diese Kategorie von zentraler Bedeutung, da nahezu jedes Bauvorhaben – vom Einfamilienhaus bis zum Großprojekt – eine fundierte Baugrundbeurteilung erfordert. Die Laborversuche liefern die notwendigen Kennwerte für die Bemessung von Gründungen, die Beurteilung der Standsicherheit von Böschungen und die Einschätzung von Setzungsverhalten. Ohne diese Daten wäre eine wirtschaftliche und sichere Planung nach den anerkannten Regeln der Technik nicht möglich.
Die geologischen Bedingungen im Braunschweiger Raum sind durch die Lage am Übergang zwischen der norddeutschen Tiefebene und dem nördlichen Harzvorland geprägt. Es dominieren quartäre Lockergesteine wie Geschiebemergel, Sande und Kiese der Saale- und Weichselkaltzeit, die lokal von Auelehmen der Oker überlagert werden. Diese heterogenen Ablagerungen führen zu stark wechselnden Baugrundverhältnissen auf engstem Raum. So können tragfähige Sande direkt neben setzungsempfindlichen Tonlinsen anstehen. Gerade hier sind präzise Laboranalysen unverzichtbar, um die tatsächlichen Bodenkennwerte zu ermitteln und Überraschungen auf der Baustelle zu vermeiden.

Alle Laboruntersuchungen in dieser Kategorie erfolgen gemäß den nationalen Normen, insbesondere der DIN EN ISO 17892-Reihe sowie den ergänzenden nationalen Regelungen der DIN 18121 bis DIN 18137. Für die Klassifizierung von Böden ist die DIN EN ISO 14688 maßgebend, während die DIN 4020 die Anforderungen an geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke definiert. Die Einhaltung dieser Normen ist nicht nur technisch geboten, sondern auch Voraussetzung für die Nachweisführung gegenüber Bauaufsichtsbehörden und Prüfingenieuren in Niedersachsen. Die Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12 sind dabei ein klassisches Beispiel für genormte Verfahren zur Beurteilung bindiger Böden.
Die Laborleistungen dieser Kategorie werden für ein breites Spektrum an Projekten benötigt. Im Hochbau dienen sie der Gründungsberatung und der Festlegung der Bodenklassen nach DIN 18300. Der Verkehrswegebau, etwa bei der Planung von Straßen oder Radwegen in Braunschweig, erfordert Untersuchungen zur Verdichtbarkeit und Frostempfindlichkeit. Im Wasserbau, relevant für Maßnahmen entlang der Oker, stehen Durchlässigkeitsbeiwerte und Erosionsstabilität im Fokus. Auch bei der Sanierung von Altlastenstandorten, wie sie im Stadtgebiet durch die industrielle Vorgeschichte vorkommen, sind chemisch-physikalische Laboranalysen unerlässlich.
Zu den häufigsten Versuchen zählen die Korngrößenanalyse zur Bestimmung der Kornverteilung, die Bestimmung der Atterberg-Grenzen zur Beurteilung der Plastizität bindiger Böden, der Proctorversuch zur Ermittlung der optimalen Verdichtbarkeit sowie Rahmenscher- und Kompressionsversuche zur Bestimmung von Scherfestigkeit und Steifemodul.
Die quartären Lockergesteine im Braunschweiger Raum sind sehr heterogen. Laborversuche liefern die exakten Bodenkennwerte, die für eine sichere Gründungsbemessung und die Vermeidung von Bauschäden durch Setzungen oder Grundbruch unerlässlich sind. Pauschalannahmen reichen hier nicht aus.
Maßgebend sind die DIN EN ISO 17892-Reihe für die Versuchsdurchführung sowie DIN 4020 für die Planung geotechnischer Untersuchungen. Für die Bodenklassifikation gilt DIN EN ISO 14688. Nationale Ergänzungen wie die DIN 18121 bis 18137 sind ebenfalls verbindlich anzuwenden.
Unzureichende Untersuchungen können zu fehlerhaften Gründungsbemessungen führen, was Setzungsschäden, Rissbildungen oder im schlimmsten Fall zum Bauteilversagen führen kann. Dies verursacht hohe Sanierungskosten, Bauzeitverzögerungen und rechtliche Auseinandersetzungen zwischen Bauherren und Planern.
Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.