Braunschweig wuchs auf den Sedimenten der Oker und Schunter. Was historisch gut für die Schifffahrt war, stellt Bauherren heute vor knifflige Aufgaben. Lockere Sande und Auenlehme dominieren weite Teile des Stadtgebiets. Bei dynamischer Belastung – und die kommt hier seltener, aber nicht nie – kann so ein Boden plötzlich seine Tragfähigkeit verlieren. Das Phänomen heißt Bodenverflüssigung. Unser Team prüft seit Jahren Baugründe im Braunschweiger Raum und kombiniert dabei Feldversuche mit Laboranalysen. Für Gründungen im östlichen Ringgebiet oder nahe der alten Okerarme ist diese Untersuchung oft der entscheidende Schritt, bevor der erste Bagger rollt.
Verflüssigung tritt nicht nur bei Starkbeben auf – schon moderate Erschütterungen können in Braunschweigs Flusssanden zu Setzungen von über 20 Zentimetern führen.
