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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Braunschweig – normgerecht und präzise

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Die Lössböden und die sandigen Kiese der Oker-Niederung im Braunschweiger Raum reagieren empfindlich auf unzureichende Verdichtung – Setzungen sind hier oft vorprogrammiert, wenn der Nachweis nicht stimmt. Eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 liefert genau diesen Nachweis: direkt am Planum, ohne aufwändige Laborkorrelationen. Wir führen die Prüfung seit Jahren auf Baustellen in der Region durch, von der Weststadt bis zum Forschungsflughafen, und wissen um die Bedeutung eines korrekt ermittelten Verdichtungsgrads. Gerade bei wechselhaften Bodenverhältnissen, die in Braunschweig durch die quartären Ablagerungen der Ur-Oker geprägt sind, ist die Kombination mit einer Korngrößenanalyse sinnvoll, um den Referenzwert eindeutig zuzuordnen.

Der Verdichtungsgrad DPr ist die härteste Währung im Erdbau: Ein um 2 % unterschrittener Wert kann jahrzehntelange Setzungen bedeuten.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Ein klassischer Fehler auf Braunschweiger Baustellen ist die Annahme, ein einfacher Lastplattendruckversuch könne den flächendeckenden Verdichtungsgrad ersetzen. Das Sandkegelverfahren erfasst jedoch das Volumen direkt – der trockene, normierte Sand rieselt in die Prüfgrube und bildet jede Unebenheit ab, was in gemischtkörnigen Böden mit Kiesnestern entscheidend ist. Unsere Prüfteams kalibrieren den verwendeten Sand vor jedem Einsatz im akkreditierten Labor und dokumentieren die Ergebnisse mit GPS-Koordinaten, sodass jede Messung rückverfolgbar bleibt. Bei Auffüllungen, die über dem tragfähigen Baugrund im Bereich der ehemaligen Braunschweiger Landwehr liegen, kombinieren wir die Dichteprüfung mit Proctor-Versuchen, um die einfache Proctordichte als Referenzgröße sicher zu bestimmen.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Braunschweig – normgerecht und präzise
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein Messsatz für die Felddichtebestimmung wiegt gut 20 Kilogramm: Sandbehälter, Grundplatte, Prüfzylinder, Ausstechwerkzeug und der spezielle Prüfsand. Auf einer windigen Baustelle im Braunschweiger Norden, wo der Westwind über die offenen Baufelder fegt, muss der Trichter exakt senkrecht gehalten werden – jede Erschütterung verfälscht die Sandmenge und damit das Volumen. Der größte Risikofaktor bleibt jedoch die unzureichende Trocknung des Aushubs: Feuchter Boden verklebt die Ausstechkanten und führt zu einem systematisch zu niedrigen Trockenraumgewicht. Wir trocknen das Prüfgut direkt vor Ort mit einem mobilen Gasbrenner, was bei den oft bindigen Geschiebemergeln im südlichen Stadtgebiet unabdingbar ist.

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Maßgebliche Normen

DIN 18125-2:2020-11 (Baugrund, Versuche und Versuchsgeräte – Dichte des Bodens – Teil 2: Sandkegelverfahren), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau), DIN EN ISO 17025 (Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Normative GrundlageDIN 18125-2, ZTV E-StB 17
Prüfgrubendurchmesser100–200 mm (je nach Größtkorn)
Messbereich DPr92–103 %
SandkalibrierungVor-Ort-Kalibrierung mit Referenzzylinder
PrüftiefeOberflächennah, bis 200 mm Tiefe
DokumentationGPS-verortetes Prüfprotokoll mit Foto
AkkreditierungISO 17025 für Dichtebestimmung im Feld

Häufige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Braunschweig?

Für eine einzelne Prüfung in Braunschweig und Umgebung bewegen sich die Kosten zwischen €90 und €110, abhängig von der Anzahl der Messpunkte pro Tag und der Entfernung zum Baufeld. Bei größeren Messkampagnen ab 10 Prüfpunkten reduzieren sich die Kosten pro Punkt entsprechend.

Wie viele Prüfpunkte pro Quadratmeter sind in Braunschweig nötig?

Das Raster richtet sich nach der ZTV E-StB 17 und der Baustoffklasse. Bei grobkörnigen Böden, wie sie im Braunschweiger Osten vorkommen, genügen oft 3 Prüfungen pro 1000 m²; bei bindigen Auffüllungen im Westen können 5 bis 8 Punkte je 1000 m² erforderlich sein. Der genaue Prüfplan wird vorab mit dem Baugrundgutachter abgestimmt.

Kann das Sandkegelverfahren bei Regenwetter durchgeführt werden?

Nur mit Einschränkungen. Der Prüfsand muss absolut trocken und rieselfähig bleiben, sonst wird das Volumen verfälscht. Bei leichtem Nieselregen schützen wir den Messaufbau mit einem mobilen Schutzzelt; bei starkem Regen muss die Prüfung verschoben werden, um die geforderte Genauigkeit nach DIN 18125-2 zu gewährleisten.

Welches Größtkorn ist für das Sandkegelverfahren zulässig?

Die Norm begrenzt das Größtkorn auf 63 mm. In Braunschweig treffen wir gelegentlich auf gröbere Kiese in den Oker-Schottern; dann weichen wir auf das Ersatzverfahren mit Flüssigkeitsverdrängung aus oder verbreitern die Prüfgrube normgerecht, sofern die Schichtdicke es zulässt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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