Die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Braunschweig folgt den Vorgaben der RStO 12, doch die örtliche Geologie macht eine pauschale Anwendung riskant. Auf den weit verbreiteten Löss- und Geschiebemergelschichten der Braunschweiger Umgebung reichen Standardaufbauten oft nicht aus, weil die Tragfähigkeit des Untergrunds stark schwankt. Ein belastbarer Oberbau setzt voraus, dass man die Steifigkeit des Planums kennt – und genau da trennt sich eine solide Bemessung flexibler Fahrbahnen von einer rein rechnerischen Übung. In unserer Praxis kombinieren wir die Bemessung flexibler Fahrbahnen standardmäßig mit einem CBR-Test vor Ort, um Verformungsmoduln zu validieren, bevor die erste Asphaltschicht aufgebracht wird. Die Nähe zum Mittellandkanal und die weitläufigen Industrieareale im Norden der Stadt erzeugen zudem spezifische Lastkollektive, die in der Planung berücksichtigt werden müssen.
Auf Braunschweiger Löss kann eine um 20 % erhöhte Tragschichtdicke den Unterschied zwischen 15 und 30 Jahren Nutzungsdauer ausmachen.
