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Bemessung flexibler Fahrbahnen in Braunschweig – Normgerecht nach RStO

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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Die Bemessung flexibler Fahrbahnen in Braunschweig folgt den Vorgaben der RStO 12, doch die örtliche Geologie macht eine pauschale Anwendung riskant. Auf den weit verbreiteten Löss- und Geschiebemergelschichten der Braunschweiger Umgebung reichen Standardaufbauten oft nicht aus, weil die Tragfähigkeit des Untergrunds stark schwankt. Ein belastbarer Oberbau setzt voraus, dass man die Steifigkeit des Planums kennt – und genau da trennt sich eine solide Bemessung flexibler Fahrbahnen von einer rein rechnerischen Übung. In unserer Praxis kombinieren wir die Bemessung flexibler Fahrbahnen standardmäßig mit einem CBR-Test vor Ort, um Verformungsmoduln zu validieren, bevor die erste Asphaltschicht aufgebracht wird. Die Nähe zum Mittellandkanal und die weitläufigen Industrieareale im Norden der Stadt erzeugen zudem spezifische Lastkollektive, die in der Planung berücksichtigt werden müssen.

Auf Braunschweiger Löss kann eine um 20 % erhöhte Tragschichtdicke den Unterschied zwischen 15 und 30 Jahren Nutzungsdauer ausmachen.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Was wir bei Projekten in Braunschweig immer wieder beobachten: Die Frostempfindlichkeitsklasse des anstehenden Bodens wird unterschätzt, besonders in den Übergangsbereichen zwischen der Niederterrasse der Oker und den Lössplateaus. Eine korrekte Bemessung flexibler Fahrbahnen muss hier zwingend die lokale Körnungslinie und den Feinkornanteil einbeziehen. Das bedeutet konkret, dass wir vor der Dimensionierung Sieblinien und Atterberg-Grenzen im Labor bestimmen, um die Frostsicherheit der geplanten Konstruktion nachzuweisen. Bei Bauvorhaben in den westlichen Stadtteilen wie Lehndorf oder Broitzem, wo zum Teil aufgefüllte Böden mit geringer Tragfähigkeit anstehen, ergänzen wir die Bemessung flexibler Fahrbahnen durch Plattendruckversuche auf dem Unterbau. So entsteht ein realistisches Bild der tatsächlichen Steifigkeit, und die Schichtdicken lassen sich wirtschaftlich optimieren, ohne die Nutzungsdauer von 30 Jahren zu gefährden.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Braunschweig – Normgerecht nach RStO
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein klassischer Fehler ist die Übernahme von Regelaufbauten ohne Berücksichtigung der lokalen Baugrundverhältnisse. In Braunschweig sehen wir das regelmäßig bei Erschließungsstraßen in Neubaugebieten, wo nach wenigen Jahren Spurrinnen auftreten, weil die Asphalttragschicht für den tatsächlichen Schwerverkehr unterdimensioniert war. Der Schaden entsteht nicht durch Materialversagen, sondern durch eine unzureichende Bemessung flexibler Fahrbahnen, die die Spannungsausbreitung im Untergrund nicht korrekt abbildet. Besonders kritisch wird es, wenn bei einem Ev2-Wert unter 30 MN/m² auf dem Planum einfach mit einer dickeren Schottertragschicht kompensiert wird, ohne die Verdichtungsfähigkeit des anstehenden Bodens zu prüfen. Das führt zu fortschreitender Verformung und letztlich zu Rissen in der Deckschicht.

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Maßgebliche Normen

RStO 12 (Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen), ZTV E-StB 17 (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau), TP BF-StB Teil B 8.3 (Dynamischer Plattendruckversuch), DIN EN 13286-2 (Proctorversuch), DIN 18196 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsverkehrsstärkeBk0,3 bis Bk100 (RStO 12)
FrostempfindlichkeitsklasseF1 bis F3 (ZTV E-StB)
Verformungsmodul PlanumEv2 ≥ 45 MN/m² (RStO)
AsphaltbasisAC 32 T S mit PmB 45 A
CBR-Wert Untergrund≥ 5 % (nach Verdichtung)
Nutzungsdauer Ziel30 Jahre (Standardbauweise)

Häufige Fragen

Was kostet eine Bemessung flexibler Fahrbahnen in Braunschweig?

Die Kosten für eine vollständige Bemessung flexibler Fahrbahnen inklusive Laborversuche und Bericht liegen in Braunschweig typischerweise zwischen €1.500 und €5.420, abhängig vom Umfang der erforderlichen Felduntersuchungen und der Verkehrskategorie.

Welche Rolle spielt der CBR-Wert bei der Bemessung?

Der CBR-Wert ist ein entscheidender Eingangsparameter, um die Dicke der Tragschichten festzulegen. Auf den weichen Lössböden in Braunschweig muss ein CBR von mindestens 5 % nach Verdichtung erreicht werden, sonst sind Bodenverbesserungen oder ein Bodenaustausch erforderlich.

Muss der Aufbau bei hohem Schwerverkehr anders ausgelegt werden?

Ja, die Bemessungsklasse richtet sich nach der äquivalenten 10-Tonnen-Achsübergänge. In Braunschweigs Industriegebieten wird oft Bk10 oder höher gefordert, was dickere Asphaltschichten und eine besonders steife Tragschicht verlangt.

Wie wird die Frostsicherheit überprüft?

Die Frostsicherheit wird über die Klassifizierung des Bodens nach DIN 18196 sichergestellt. In Braunschweig, wo feinkörnige Lösslehme verbreitet sind, muss oft eine Frostschutzschicht aus grobkörnigem Material eingeplant werden, deren Dicke die RStO in Abhängigkeit von der Frosteinwirkungszone vorschreibt.

Welche Asphaltmischgüter sind für städtische Straßen üblich?

Für innerstädtische Verkehrsflächen in Braunschweig setzen wir meist eine Asphalttragschicht AC 32 T S, eine Binderschicht AC 22 B S und eine Deckschicht aus AC 11 D S oder Splittmastixasphalt ein. Die genaue Wahl hängt von der Verkehrsbelastung und den Lärmminderungsanforderungen ab.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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