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BRAUNSCHWEIG
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CPT-Sondierung (Cone Penetration Test) in Braunschweig – Genauigkeit für schwierige Böden

Solide Grundlagen. Solide Entscheidungen.

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In Braunschweig, wo die quartären Lockergesteine und die mächtigen Auesedimente der Oker den Baugrund prägen, reichen punktuelle Aufschlüsse oft nicht aus, um ein verlässliches Schichtenprofil zu erhalten. Wir sehen bei vielen Projekten zwischen der Innenstadt und den Außenbezirken wie Watenbüttel, dass die Wechsellagerungen von Sanden, Kiesen und bindigen Linsen auf kürzester Distanz stark variieren. Genau hier setzen wir die Drucksondierung an, denn der CPT-Versuch liefert uns ein nahezu kontinuierliches Widerstandsprofil des Untergrunds. Anders als eine Bohrung, bei der man die Probe nur in bestimmten Metern entnimmt, registriert der Konus jeden Zentimeter – und das ohne die Bodenstruktur durch Entnahme oder Spülung zu stören. Gerade bei der Erkundung von alten Oker-Terrassen oder der Beurteilung von Setzungsrisiken in der Nordstadt ist diese Auflösung entscheidend, um die Tragfähigkeit korrekt zu beurteilen und die Gründung nicht überdimensionieren zu müssen.

Mit der Drucksondierung tasten wir den Untergrund in Braunschweig zentimetergenau ab – eine unverzichtbare Datenbasis, wenn die quartären Auesedimente keine Überraschung in der Gründungsphase erlauben.

Unsere Leistungsbereiche

Vorgehen und Leistungsumfang

Die Norm DIN EN ISO 22476-1 bildet für uns das technische Rückgrat jeder Sondierung in Braunschweig. Sie legt nicht nur die Geräteklassen fest, sondern definiert auch, wie der Spitzendruck qc, die Mantelreibung fs und der Porenwasserdruck u2 zu messen und zu dokumentieren sind. In der Praxis bedeutet das für die hiesigen Verhältnisse: Wir können mit der Porenwasserdruckmessung feinste Tonlinsen oder Schluffbänder innerhalb der Sande identifizieren, die bei einer herkömmlichen Sondierung mit der schweren Rammsonde durch die Mantelreibung kaschiert würden. Die von uns eingesetzten CPT-Raupen sind mit 20 Tonnen Auflast speziell für die oft oberflächlich weichen Auelehme der Oker-Niederung ausgelegt, um die nötige Tiefe für Pfahlgründungen zu erreichen. Die Auswertung erfolgt digital, wobei wir die Reibungsverhältnisse Rf nutzen, um Bodenart und Konsistenz direkt abzuleiten – ein Verfahren, das Robertson und Campanella für solche Sedimente validiert haben. Für die Bewertung von Auffüllungen oder die Erkundung der quartären Rinnenfüllungen unter dem Stadtzentrum ist der CPT daher das Mittel der Wahl, weil er eine Datendichte liefert, die mit keinem anderen Aufschlussverfahren in dieser Wirtschaftlichkeit zu erreichen ist.
CPT-Sondierung (Cone Penetration Test) in Braunschweig – Genauigkeit für schwierige Böden
Technische Referenz — Braunschweig

Lokaler geotechnischer Kontext

Braunschweig liegt mit rund 250.000 Einwohnern auf einem geologisch jungen Untergrund, der von den Ablagerungen der Oker und ihrer Nebengewässer geprägt ist. Das größte Risiko für Bauprojekte geht hier nicht von Erdbeben aus, sondern von den lokal sehr variablen Setzungseigenschaften der weichen organischen Tone und Torflinsen, die in den verlandeten Altarmen des Flusses eingebettet sind. Eine Baugrunderkundung, die sich nur auf punktuelle Bohrungen stützt, übersieht solche weichen Einschlüsse leicht – mit der Folge von ungleichmäßigen Setzungen, die schon während der Bauphase Risse im Rohbau verursachen können. Der CPT schließt diese Erkundungslücke, weil er jede noch so geringe Änderung der Lagerungsdichte oder Konsistenz anhand des Spitzendrucks und der Reibungsverhältnisse aufdeckt. In Kombination mit der Kenntnis des Grundwasserstands, der in Teilen Braunschweigs nur wenige Dezimeter unter Gelände liegt, lassen sich so die effektiven Spannungen realitätsnah ermitteln und das Setzungsverhalten präzise prognostizieren.

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Maßgebliche Normen

DIN EN ISO 22476-1:2013-10 - Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Felduntersuchungen – Teil 1: Drucksondierungen mit elektrischen Messwertaufnehmern und Messeinrichtungen für den Porenwasserdruck, DIN 4020:2010-12 - Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, Eurocode 7 - DIN EN 1997-2:2010-10 - Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 2: Erkundung und Untersuchung des Baugrunds

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
SondierverfahrenCPT (Cone Penetration Test) nach DIN EN ISO 22476-1
MessgrößenSpitzendruck qc, Mantelreibung fs, Porenwasserdruck u2
Maximale SondiertiefeBis 25 m (abhängig von Untergrund und Auflast)
Geräteausstattung20-Tonnen-Raupe mit kontinuierlichem Vorschub, 10 cm² Konus
DatenerfassungEchtzeit-Digitalaufzeichnung mit 1-cm-Intervall
BodenklassifikationAuswertung nach Robertson (1986), Diagramm qc vs. Rf
BerichtsstandardDiagramme qc, fs, u2 über Tiefe, tabellarische Schichtinterpretation

Häufige Fragen

Welche Tiefen erreicht die CPT-Sonde in Braunschweig?

In den typischen quartären Sanden und Kiesen der Oker-Niederung erreichen unsere 20-Tonnen-Raupen Tiefen von 20 bis 25 Metern. Bei sehr dicht gelagerten Rinnenkiesen oder wenn Geschiebemergel des Drenthe-Stadiums ansteht, kann die Sondierung früher abbrechen. Wir prüfen das vorab anhand der geologischen Karte und legen die Gerätekonfiguration entsprechend aus.

Was kostet ein CPT-Sondierpunkt in Braunschweig?

Für einen CPT-Sondierpunkt in Braunschweig müssen Sie mit Kosten zwischen €140 und €240 rechnen, abhängig von der erforderlichen Tiefe, der Zugänglichkeit des Geländes und ob eine Porenwasserdruckmessung (CPTU) benötigt wird. Die Mob- und Demob-Kosten rechnen wir pauschal ab, abhängig von der Entfernung zum Einsatzort in der Region.

Können Sie aus der CPT-Sondierung direkt die Bodenart bestimmen?

Ja, das ist eine der Stärken des CPT-Verfahrens. Über das Verhältnis von Mantelreibung zu Spitzendruck, das sogenannte Reibungsverhältnis Rf, und den Spitzendruck selbst klassifizieren wir den Boden nach dem international anerkannten Diagramm von Robertson (1986). In Kombination mit dem Porenwasserdruck aus der CPTU können wir bindige und nicht-bindige Schichten in den Aueablagerungen Braunschweigs sehr treffsicher unterscheiden und das Schichtenprofil ohne Bohrung rekonstruieren.

Wann ist ein CPT dem SPT oder einer Bohrung überlegen?

In den Wechsellagerungen der Oker-Sedimente ist der CPT klar im Vorteil, weil er ein kontinuierliches Profil liefert und kein Bohrgut verfälscht wird. Besonders bei der Suche nach weichen Ton- oder Torflinsen, die Setzungen verursachen können, oder bei der Erkundung von Verfüllungen im Stadtgebiet ist die Auflösung des CPT jedem gestörten Probenahmeverfahren überlegen. Für die reine Bodenansprache nach DIN 4022 oder wenn Proben für das Labor benötigt werden, ergänzen wir die Sondierung jedoch mit einer Bohrung oder Schürfgrube.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Braunschweig und seinem Großraum.

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